Ćićarija

Über Ćićarija

Ćićarija oder italienisch Ciceria, Monti della Vena befindet sich an der Nordostküste Istriens und erstreckt sich vom Norden her über Opatija bis nach Rijeka. Ćićarija erstreckt sich auf einer Breite von 45 km und einer Länge zwischen 10 und 15 km. Seinen Namen verdankt Ćićarija den weißen, abgebrochenen Felsen.

Eine weitere Kuriosität dieses Gebiets ist die, dass es keine konkreten Grenzen gibt, die das Gebiet von Ćićarija kennzeichnen. An der östlichen Seite verläuft die Grenze entlang der Straße Kastav-Matulji-Veprinac-Vranja und auf der Nord-westlichen Seite entlang der Straße Rijeka - Trst (Brgud-Šapjane-Podgrad-Obrov-Materija-Kozina). Das ganze Gebiet von Ćićarija hat dank seiner Oberfläche eine ausgesprochen ungewöhnliche Struktur.

Sehenswürdigkeiten

Ćićarija bietet ihren Besuchern vielleicht nicht viele Sehenswürdigkeiten, aber das was sie bietet ist mehr als interessant. Diese wunderschöne Gegend ist interessant, denn nur noch eine Familie beschäftigt sich mit einem fast vergessenen Beruf. Hierbei handelt es sich um die Herstellung der schon erwähnten Holzkohle, der sogenannten „Karbunice“.

Die Familie Čendak aus Jelovice beschäftigt sich damit schon mehrere Jahre lang.

Man kann es zwar nicht als Sehenswürdigkeit bezeichnen, aber es ist auf jeden Fall etwas Interessantes. Ein Teil der Bevölkerung hat einen Istrorumänischen Hintergrund und lebt ein wenig anders als der Rest. Sie haben sich selber den Namen Ćići gegeben. Die Ćići sprechen in einer anderen Sprache, die nur sie verstehen, wobei manche Häuser sogar noch immer Aufschriften mit Parolen aus dem Krieg haben. Die lokale Bevölkerung ist eine weitere Kuriosität dieser Gegend.

Geschichte und Kultur

Die Bewohner von Ćićarija, Ćići, werden oft als Istrorumänen bezeichnet. Oft werden sie sogar als „Vlasi“ bezeichnet.

Der Nachname Ćić wird in Istrien in den ersten Jahren des 15. Jahrhunderts oft erwähnt. Jakob Urnest, ein Kärntner Erzbischof hat „das Land der Ćići“ als ein “Land zwischen Bosnien und Kroatien „bezeichnet.

Obwohl dieses Gebiet als unwichtig erscheint, zeugen manche historische Daten von der Wichtigkeit dieser Gegend. Die Ćići haben den Reichtum der Wälder ausgenutzt um Holzkohle herzustellen. Die Modernisierung führte dazu, dass immer mehr Menschen die Region verließen und in größere Städte wie Rijeka, Kopar oder Buzet migrierten.

Freizeit

Obwohl es scheint, als hätte diese Gegend nicht vieles zu bieten, ist es doch nicht so. In Jelovice befindet sich ein erstaunliches Restaurant „Lovac“ mit einem außerordentlichen Menü. Dieses Restaurant befindet sich an der Grenze zu Slowenien. Falls Sie ein Liebhaber der Natur sind, hat Ćićarija so maches zu bieten.

Žbenica ist ein Gebiet, das sich auf 1014 m über der Meeresoberfläche befindet. Es verfügt über sehr gute Wanderwege und sonnige Stellen, die gegen die Kälte helfen.

Bis zur höchsten Spitze, „Veliki Planik“ (1272 m) kann man aus mehreren Richtungen kommen. Bis zur Spitze kann man auch über Veprinac kommen, der Weg ist zwar ein wenig länger, aber zugänglicher als alle anderen.

Die Berghütte „Korita“ (1010 m) bietet Unterkunft, falls Sie vorhaben, die Spitzen „Brajkov Vrh“ (1092 m) und „Županj Vrh“ (1138 m), zu erobern. Am Felsenboden von „Brajkov Vrh“ befindet sich eine Wasserquelle die in einen kleinen See einfließt.